Der „Große Rat“ im HCV
In den frühen Neunzigern im letzten Jahrhundert trat unser damaliger Aktiver Klaus Dietrich mit einem Vorschlag an den Vorstand, einen „Großen Rat“ zu gründen. Nach einigem Hin und Her war man im Vorstand bereit dem Antrag stattzugeben. Manche befürchteten eine Einmischung in die Vereinsarbeit und waren dagegen, andere warnten vor einem Verein im Verein, aber auf Grund der wirtschaftlichen Lage des Vereins wurde ein Werbeaktion gestartet und ca. 20 Personen konnten für die Ziele des Großen Rates gewonnen werden. Der Jahresbeitrag wurde auf DM 111.- festgesetzt. Mit diesem Geld sollte die Programmgestaltung erleichtert werden, was auch durchaus positiv zu werten war.
Allerdings kümmerte man sich auf Vereinsseite wenig um diesen kleinen Kreis, mit dem Erfolg, dass sich der „Große Rat“ nicht weiter entwickelte. Als dann 2002 der Euro eingeführt wurde, war der neue Beitrag nun € 55.-
In der Folgezeit ging die Anzahl der „Großen Räte“ langsam aber stetig zurück. Im Jahr 2019 waren es nur noch 14 Unentwegte mit abnehmender Tendenz, die man dem „Großen Rat“ zurechnen konnte. Man wollte ihn sogar auflösen. Zu dieser Zeit hatte aber der Verein erstaunlicherweise aber einen starken Zulauf an jungen Mitgliedern und durch sehr gute Veranstaltungen ein positives Image. Der gerade zurück getretene Vorsitzende Rainer Sänger scharte ein paar Mitstreiter um sich und arbeitete mit diesen ein Plan aus um den „Großen Rat“ neu zu beleben. Man entschloss sich den nicht mehr zeitgemäßen Beitrag auf die närrische Zahl von € 111.- zu erhöhen, was zur Folge hatte, dass sofort fast die Hälfte der verbliebenen Mitgliedern den „Großen Rat“ verließ.
Auf dem Neujahrsempfang in 2019 hielt Rainer Sänger eine Brandrede, appellierte an die Anwesenden, stellte das neue Konzept vor und tatsächlich erklärten sich spontan 17 Personen bereit diesen neuen Weg mitzugehen. Ein Erfolg mit dem niemand gerechnet hat. Durch Mund zu Mund Propaganda konnte man bis zum Aschermittwoch 2019 das 22. Mitglied begrüßen. Doch dann kam 2020 Corona. Eine nicht erwartete Solidarität überraschte die Verantwortlichen, obwohl 2 Jahre alle Veranstaltungen abgesagt werden musste, gab es keine Kündigungen. Ja selbst während dieser Zeit konnten neue Mitglieder akquiriert werden. Zum jetzigen Zeitpunkt hat der „Große Rat“ die närrische Zahl von 3 X 11 also 33 Mitglieder.